Abstrakte digitale Darstellung des §13 EnWG als vernetztes System in SMIGHT-Farben. Das Bild symbolisiert den sicheren Netzbetrieb, das Engpassmanagement und die Koordination von Maßnahmen im Stromnetz.

§13 EnWG:
Engpässe aus
vorgelagerten Netzebenen beheben

Abstrakte digitale Darstellung des §13 EnWG als vernetztes System in SMIGHT-Farben. Das Bild symbolisiert den sicheren Netzbetrieb, das Engpassmanagement und die Koordination von Maßnahmen im Stromnetz.

Im Sommer speisen bereits zwei Drittel aller Transformatoren täglich in die Mittelspannung zurück: Tendenz steigend. Wenn Mittel- und Hochspannung an ihre Grenzen stoßen, ermöglicht §13 EnWG kurzfristige Eingriffe in der Niederspannung: Kleinanlagen unter 100 kW können in Redispatch-Maßnahmen einbezogen werden, auch wenn das eigene Niederspannungsnetz noch kein Problem hat. Wer dann keine funktionierende Steuerkette hat, kann auf diesen Steuerbefehl nicht reagieren.

Wir informieren Sie über die Anforderungen des §13 EnWG und zeigen, wie Netztransparenz und Echtzeitdaten ein wirksames Engpassmanagement unterstützen.

Wie läuft der Steuerimpuls ab?

Steuerimpulse nach §13 EnWG folgen einer klaren Hierarchie – von der Regelzone bis zur steuerbaren Anlage in der Niederspannung:

Die §14a-Steuerkette: Vom erkannten Engpass bis zur gesteuerten Anlage in fünf Schritten — umgesetzt mit dem SMIGHT IQ Copilot.

„Wir bekommen vom Bayernwerk gelegentlich ‚PV abschalten‘. Betroffen sind vor allem ländliche Netze mit langen Leitungen und großen PV-Anlagen ohne lokalen Verbrauch.“

Robert Schmidt NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG

„Es kann Situationen geben, in denen ihr in der Niederspannung lokal kein Problem habt – aber aufgrund eines Engpasses in Mittel- oder Hochspannung Steuerimpulse von oben kommen.“

„Auch wenn du in der Niederspannung kein Problem hast, kann TransnetBW sagen: Ich habe ein Problem in ganz Baden-Württemberg – und fordert deine Steuerbarkeit ein. In solche Situationen werden wir häufiger kommen.“

Häufig gestellte Fragen zu §13 EnWG:

Beide Instrumente dienen der Netzstabilität – aber sie unterscheiden sich grundlegend in der Funktionsweise:

Redispatch 2.0: Planbar, Day-Ahead

Redispatch ist eine planbare Maßnahme, die am Vortag oder innerhalb von Stunden koordiniert wird. Gezielte Anpassung von Erzeugungsleistung mit bilanziellen Ausgleichsmechanismen.

§13 EnWG: Reaktiv, akute Stabilisierung

§13 EnWG greift sofort bei akuter Gefährdung – kurzfristig, reaktiv, ohne planbare Vorlaufzeit. Entschädigung ist möglich, aber anders organisiert als beim Redispatch.

Kein Einzelfall. Laut SMIGHT-Messdaten aus über 53.000 gemessenen Abgängen speisen im Sommer bereits zwei Drittel aller Transformatoren mindestens einmal täglich in die Mittelspannung zurück — mit steigender Tendenz. Das Problem sitzt also nicht in der Niederspannung selbst, sondern in dem, was sie nach oben weitergibt.

Das hängt stark von der Netzstruktur ab: Flächennetze mit hoher PV-Durchdringung sind deutlich stärker betroffen als städtische Netze, in denen Einspeisung eine geringere Rolle spielt. SMIGHT-Messdaten zeigen außerdem, dass über die Hälfte aller kritischen Abgänge einspeisegetrieben sind — §9 EEG und §13 EnWG sind damit oft mindestens so relevant wie das klassische Lastmanagement nach §14a EnWG.

Ja. SMIGHT NeMS gibt eine dreistufige Rückmeldung: Befehl empfangen, Befehl valide, Befehl tatsächlich umgesetzt. Das gilt unabhängig davon, ob der Steuerbefehl aus §14a EnWG, §9 EEG oder einem extern ausgelösten §13 EnWG-Fall stammt. Die technische Rückverfolgbarkeit ist immer dieselbe.

Die Steuerkette ist identisch. Wer bereits für §14a EnWG CLS-Management, BDEW-Web-API und Steuerbox-Anbindung etabliert hat, greift bei §13 EnWG-Eingriffen auf genau dieselbe Infrastruktur zurück. Es entsteht kein separates Projekt.

Genau hier liegt der Mehrwert von SMIGHT NeMS gegenüber reinem Befehlsempfang: Statt nur passiv auszuführen, kann das System auf Basis von Echtzeitdaten, Prognosen und dem digitalen Netzmodell zurückmelden, wie viel Flexibilität tatsächlich verfügbar ist. Die Niederspannung wird so vom reinen Befehlsempfänger zum aktiven Partner in der Koordination.

Für gemessene Punkte basiert die Prognose auf Echtzeitmessdaten. Für nicht gemessene Abgänge nutzt SMIGHT einen Machine-Learning-Ansatz auf Basis von Netztopologie und einer breiten Messdatenbasis. Nach aktueller Einschätzung ist diese Prognosequalität bereits ausreichend zuverlässig, um einen §13 EnWG-Steuerbefehl darauf auszuführen.

Ja, und das ist sogar der häufigere Fall heute. SMIGHT bietet dafür eine Übergangslösung mit einem HS/MS-Koordinationsmodul: Der Leitstellen-Operator kann den Steuerbedarf manuell in eine Oberfläche eingeben, die ihn automatisch in die Niederspannungssteuerung propagiert. Solange die direkte Systemanbindung zwischen den Leitsystemen noch nicht flächendeckend verfügbar ist.

Nein, es ist kein separates Produkt. SMIGHT NeMS deckt alle vier Use Cases ab: §14a EnWG, §9 EEG, §12 EnWG und §13 EnWG — auf einer gemeinsamen Plattform. Wer bereits mit dem Lastmanagement nach §14a EnWG gestartet ist, erweitert die bestehende Lösung, statt ein neues System aufzubauen.

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