Studie: Der wirtschaftlichste Weg zur Umsetzung von § 14a EnWG

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Erstmals analysiert eine gemeinsame Studie von SMIGHT und der HORIZONTE-Group die wirtschaftlichste Strategie zur Umsetzung des § 14a EnWG. Auf Basis der VDE FNN-Empfehlung wurden verschiedene Strategien zur Netzzustandsermittlung verglichen: von der reinen Berechnung über intelligente Messsysteme (iMSys) bis zur direkten Messung in Ortsnetzstationen. Das Ergebnis: Die Unterschiede in den Gesamtkosten sind erheblich und der Einsatz von Stationsmesstechnik ist in fast allen Szenarien wirtschaftlich am sinnvollsten. Ein rein iMSys-basierter Ansatz hingegen kann zu einer Vervierfachung der Kosten führen.

Verteilnetzbetreiber stehen vor der Herausforderung, die Vorgaben des § 14a EnWG umzusetzen, und das möglichst wirtschaftlich. Der rechtliche Rahmen ist zwar gesetzt, doch fehlte bislang eine objektive, gesamtheitliche Kostenbetrachtung der verschiedenen Umsetzungswege. Viele Netzbetreiber fragen sich daher, welche Strategie ökonomisch sinnvoll ist und am besten zu ihrem Netz passt.

Bewertungsprämissen der Studie
Für die Wirtschaftlichkeitsanalyse wurde ein Verteilnetzbetreiber über einen Zeitraum von acht Jahren modelliert: mit 1.000 Ortsnetzstationen, jeweils sieben Abgängen pro Station und insgesamt 210.000 Messstellen.

Für die Engpassermittlung werden sowohl Stützdaten aus Betriebsmitteln als auch minütliche iMSys-Daten benötigt. Dabei gilt gemäß der VDE FNN-Empfehlung: Je mehr Messdaten direkt aus Ortsnetzstationen vorliegen, desto weniger kostenintensive TAF-10-Daten aus intelligenten Messsystemen müssen zusätzlich bereitgestellt werden.

Das wirtschaftliche Optimum ergibt sich somit aus dem Zusammenspiel von Investitions- und Betriebskosten der Stationsmesstechnik einerseits und den laufenden Kosten für die Bereitstellung und Verarbeitung der TAF-10-Daten andererseits.

Ergebnisse der Analyse
Die Analyse zeigt deutliche Kostenunterschiede zwischen den untersuchten Szenarien (Abb. 1). Am Beispiel eines Strahlennetzes wird dies besonders deutlich: Werden für die Engpassermittlung Abgangsmessungen mit TAF-10 Daten von 15 Prozent der Messstellen kombiniert, belaufen sich die Gesamtkosten über 8 Jahre auf rund 13 Millionen Euro. Ein vollständig auf iMSys-basierter Ansatz hingegen erhöht die Kosten auf etwa 49 Millionen Euro (Abb. 2).

Untersucht wurden alle drei vom FNN definierten Netztypen: Strahlennetze, vermaschte und eng vermaschte Strukturen. Das Ergebnis zeigt ein weitgehend einheitliches Bild. Lediglich in eng vermaschten Netzen entscheidet die tatsächliche Pflichtrolloutquote der iMSys über die Wirtschaftlichkeit. Sinkt die Quote unter 30 Prozent, ist die Stationsmessung auch hier klar vorzuziehen.

Fazit

Die Studie zeigt deutlich: Der Einsatz von Messtechnik in Ortsnetzstationen ist in den meisten Szenarien die wirtschaftlich sinnvollste Variante. Ein rein iMSys-basierter Ansatz verursacht trotz des verpflichtenden Rollouts teilweise bis zu vierfach höhere Kosten.

„Da Messtechnik für §14a ohnehin erforderlich ist, ist es nur konsequent, der Option 2 der VDE FNN-Empfehlung zu folgen und Engpässe zunächst über Messungen zu identifizieren“, empfiehlt Oliver Deuschle, Geschäftsführer der SMIGHT GmbH.

Zudem lässt sich mit Stationsmesstechnik die Netzzustandsermittlung schneller realisieren als mit einem stark auf iMSys-basierten Ansatz, da weniger Betriebsmittel betroffen sind und diese im direkten Zugriff des Netzbetreibers liegen.

„Stationsmesstechnik ermöglicht nicht nur eine wirtschaftliche Umsetzung des § 14a EnWG, sondern schafft gleichzeitig belastbare Daten für Netzbetrieb, Planung und zukünftige Anwendungen“, ergänzt Tobias Linnenberg, Manager bei der HORIZONTE-Group. „Für ein kostenoptimiertes Lastmanagement nach § 14a EnWG ist Stationsmesstechnik daher unverzichtbar – ein Ergebnis, das mich in der Deutlichkeit zugegebenermaßen etwas überrascht hat.“

Ein Webinar zur Studie finden Sie in unserer Mediathek

SMIGHT bietet Verteilnetzbetreibern außerdem eine individuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse auf Basis eigener Netzdaten an. Weitere Informationen finden Sie hier.

E-Werk Lüsen startet Pilotprojekt mit SMIGHT und Psaier.energies

E Werk Lüsen

Lüsen, Südtirol, 18.09.2025– Die E-Werk Lüsen Genossenschaft geht neue Wege, um ihr Stromnetz fit für die Energiewende zu machen. Gemeinsam mit der SMIGHT GmbH und dem Projektpartner Psaier.energies GmbH startet das Unternehmen ein Pilotprojekt zur intelligenten Netzüberwachung. Ziel ist es, die zunehmenden Herausforderungen durch den Ausbau erneuerbarer Energien im ländlich geprägten Verteilnetz frühzeitig zu erkennen und gezielt Maßnahmen zu ergreifen.

Die E-Werk Lüsen Genossenschaft versorgt derzeit rund 531 Haushalte und 223 Gewerbekunden im Gemeindegebiet Lüsen (Autonome Provinz Bozen). Der starke Zuwachs an Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Einwohnerinnen und Einwohner führt zu steigenden Anforderungen an die Netzstabilität. Trotz bereits erfolgter Netzausbauten sieht die Genossenschaft Handlungsbedarf, um zukünftige Engpässe zu vermeiden.

Im Rahmen des Projekts wurden fünf Ortsnetzstationen mit moderner SMIGHT-Messtechnik ausgestattet. Über mehrere Wochen werden nun die Netzdaten im SMIGHT IQ Cockpit gesammelt und ausgewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es, kritische Stellen im Netz frühzeitig zu identifizieren und Investitionen auf einer soliden Datenbasis zu planen.

„Wir haben uns für SMIGHT entschieden, weil wir uns durch die präzisen Messdaten mehr Transparenz über unser Netz erhoffen – auch im Vergleich zu den vorhandenen Smart-Meter-Daten. Nach dem Demonstrator wollen wir auf dieser Basis gezielt weitere Maßnahmen umsetzen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten“, erklärt Valentin Kaser, Teamleader Consultant Services bei Psaier.energies.

Mit dem Projekt stärkt E-Werk Lüsen seine Rolle als Vorreiter für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in der Region.

SMIGHT und advalju ermöglichen §14a-konforme Steuerung

Beim Smart Energy Dialogue haben SMIGHT und advalju die §14a EnWG-konforme Steuerung im Niederspannungsnetz erfolgreich demonstriert.

Die SMIGHT GmbH und die advalju GmbH & Co. KG demonstrieren gemeinsam die erfolgreiche Umsetzung der §14a EnWG-konformen Steuerung im Niederspannungsnetz. Angefangen bei der Lastmanagement-Software SMIGHT IQ Copilot über das CLS-Managementsystem von advalju wurde die komplette Wirkkette – vom Netzbetreiber bis hin zum steuerbaren Verbraucher – unter realen Bedingungen getestet. Beide Unternehmen präsentierten diesen Meilenstein live mit einem E-Auto auf dem Smart Energy Dialogue, einer Veranstaltung von Theben.

SMIGHT bietet neben der bekannten IoT-Lösung zur Messdatenerfassung und zum Netzmonitoring auch eine Lösung für präventives und netzdienliches Steuern: Der SMIGHT IQ Copilot ermöglicht Netzbetreibern die intelligente Steuerung von Verbrauchern auf Niederspannungsebene – abgestimmt auf die Anforderungen des §14a EnWG.

Technische Umsetzung: durchgespielt und erprobt
Im Rahmen des Smart Energy Dialogue, einer Veranstaltung der Theben Smart Energy, konnten SMIGHT und advalju die komplette Wirkkette für die Umsetzung des §14a EnWG demonstrieren. Dabei wird der Steuerbefehl vom SMIGHT IQ Copilot über das CLS-Management an das Theben Smart Meter Gateway CONEXA mit einem aufgesteckten Mehrwertmodul als zertifizierte Steuereinheit übermittelt. Von dort erfolgt die Übergabe des Steuerbefehls per EEBUS an ein Home-Energiemanagementsystem, das die Wallbox in der Liegenschaft stufenlos dimmt. Die Kommunikation zwischen den Backendsystemen erfolgt verschlüsselt mittels BDEW-Web API. Die Dokumentation des Steuervorgangs erfolgt anschließend über den SMIGHT IQ Copilot gemäß den Vorgaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) und VDE FNN. Damit erfüllt die Lösung aktuelle regulatorische- und ISMS-Vorgaben und kann bei Bedarf zügig an zukünftige Anforderungen angepasst werden.

Systemintegration
Die Integration und das Zusammenspiel der Systeme erfolgte aufgrund der Verwendung von Standardschnittstellen (BDEW-API) schnell und unkompliziert. Steffen Hornung, Geschäftsführer von advalju, erklärt: „Innerhalb weniger Stunden haben die jeweiligen technischen Experten die Systeme miteinander verbunden. Anschließend fanden interne End-to-End-Tests inklusive angeschlossenem E-Auto statt. So war der Showcase, der eigentlich einen Live-Demonstrator darstellt, ohne größeren Aufwand einsatzfähig.“

Steuerung im Niederspannungsnetz – Flexibel, sicher und interoperabel
Bereits vor der Live-Demonstration mit advalju konnte SMIGHT seine Praxistauglichkeit auf der E-world unter Beweis stellen: Dort wurde der Steuerprozess mit einem weiteren Marktbegleiter demonstriert.

Die SMIGHT-Lösung ist interoperabel: unabhängig von der eingesetzten modernen Messeinrichtung: „Wir haben bereits eine Vielzahl von MSB-APIs erfolgreich angesprochen und sind aktuell in intensiven Tests der gesamten Wirkkette“, erklärt Oliver Deuschle, Geschäftsführer von SMIGHT.

Derzeit starten fünf SMIGHT-Kunden sogenannte 14a-Pilotprojekte, darunter die Stadtwerke Frankenthal GmbH und die Stadtwerke Fellbach GmbH. Ziel ist es, die technische Integration abzuschließen und die Steuerkette im Livebetrieb zu verproben. „Daher bieten wir all unseren Kunden – und jenen, die es noch werden möchten – die 14a-Projekte an, um ihnen den Einstieg in die 14a-Welt zu erleichtern und um gemeinsam wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, so Deuschle weiter.

Bild: Beim Smart Energy Dialogue haben SMIGHT und advalju die §14a EnWG-konforme Steuerung im Niederspannungsnetz erfolgreich demonstriert.

Stadtwerke Bruchsal setzen auf Netztransparenz mit SMIGHT

SMIGHT Sensor Grid2 Voltage Netztransparenz Statdwerke

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt hat sich die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Bruchsal GmbH (SWB), dazu entschieden, dauerhaft auf die digitale Messlösung von SMIGHT zu setzen. Zehn von insgesamt knapp 300 Ortsnetzstationen wurden mit Sensorik von SMIGHT ausgestattet und über einen Zeitraum von acht Wochen überwacht.

Mit der Entscheidung für die umfassende Monitoring-Lösung für die Niederspannung SMIGHT Grid2 hat die SWB die Grundlage geschaffen, ihr Netz aktiv zu überwachen, fundierter zu steuern und gezielter zu investieren. Die Ergebnisse lieferten nicht nur wertvolle Daten, sondern eröffneten der SWB neue Perspektiven für strategische Netzentscheidungen. So bestätigten die Messdaten Annahmen, die bislang auf Erfahrungswerten und Netzberechnungen beruhten. Gleichzeitig zeigten sich auch neue Einsichten: Denn kritische Netzsituationen konnten damit präziser bewertet und konkrete Investitionseinsparungen identifiziert werden.

Sanierungsbedürftig oder obsolet?

Innerhalb der achtwöchigen Testphase erwies sich ein Fall als besonders aufschlussreich: Eine vermeintlich sanierungsbedürftige Ortsnetzstation konnte durch gezielte Umschaltungen und den Bau einer neuen Leitung vollständig aufgelöst werden.

„Das spart uns nicht nur erhebliche Investitionskosten, sondern gibt uns auch die Sicherheit, nur dort zu investieren, wo es wirklich notwendig ist“, sagt Lukas Bölz, Abteilungsleiter Netzbetrieb bei der SWB.

„Wir freuen uns auf die gemeinsame Reise mit den Stadtwerken Bruchsal. Das Projekt zeigt einmal mehr, wie entscheidend Netztransparenz für ein zukunftsfähiges Stromnetz ist“, so Oliver Deuschle, Geschäftsführer von SMIGHT.

Spannung halten: SMIGHT ergänzt Portfolio um den SMIGHT Grid2 Voltage Sensor

voltage sensor
Dreiphasige Spannungsmessung bis zum Kabelverteiler

Karlsruhe, 6. Februar 2025 – Mit einer weiteren Neuentwicklung – dem SMIGHT Grid2 Voltage Sensor – ermöglicht die SMIGHT GmbH künftig eine dreiphasige Spannungsmessung insbesondere in Kabelverteilerschränken (KVS). Der starke Zuwachs von PV-Anlagen im Niederspannungsnetz macht es immer notwendiger, die Spannung außerhalb der Ortsnetzstation zu beobachten. Nahtlos integriert in die SMIGHT-Gesamtlösung sind Verteilnetzbetreiber durch die Produkterweiterung in der Lage, den Netzzustand in der Niederspannung anhand von Live-Messdaten noch umfassender zu erfassen und zu bewerten.

Photovoltaikanlagen speisen heute bereits mit einer Leistung von über 60 GW in das deutsche Netz ein. In wenigen Jahren soll sich diese Menge fast verdoppeln. Dies führt zu einer hohen Rückspeiseleistung mit hoher Gleichzeitigkeit – die rasant ansteigt. Je weiter dabei der Einspeisepunkt, also die PV-Anlage, vom Transformator entfernt ist, desto mehr erhöht sich die Spannung im Kabel. Um diese Entwicklung im Netz zu erkennen und bei einer drohenden Verletzung des Spannungsbands frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wird vor allem in Kabelverteilerschränken die dreiphasige Spannungsmessung immer wichtiger.

Dreiphasige Spannung, Wirk- und Scheinleistung

Die Produkterweiterung SMIGHT Grid2 Voltage Sensor setzt genau hier an: das Gerät ermöglicht nicht nur die Überwachung des Spannungsverlaufs aller drei Phasen, sondern auch die Berechnung der Wirk- und Scheinleistung der betrachteten Abgänge und Transformatoren. Die Informationen über die Spannung werden im SMIGHT IQ Cockpit ergänzend zu den abgangsscharfen, 4-phasig und minütlich erfassten Stromwerten mit Flussrichtung bereitgestellt. Netzbetreiber erhalten damit ein klares Bild über ihr Niederspannungsnetz.

Der Voltage Sensor: ein nachrüstbares Multitool

Die Verbindung an alle drei Außenleiter stellt das Gerät mit Hilfe des CONLOX®-Anschlusssystems von Laniol her. Das dauert nur wenige Minuten. Der Voltage Sensor integriert sich perfekt in die Plug-and-Play-Messlösung SMIGHT Grid2: Er kann einfach in bestehende Installationen nachgerüstet werden und dient außerdem zur Spannungsversorgung der SMIGHT Grid2 Sensor Flex.

„Mit dem SMIGHT Grid2 Voltage Sensor heben wir die intelligente Netzüberwachung auf die nächste Stufe“, sagt Oliver Deuschle, Geschäftsführer der SMIGHT GmbH. „Der Voltage Sensor ist technologisch ein einzigartiges Multitool, das Netzbetreibern die Möglichkeit gibt, flexibel in der Anwendung zu sein und den Netzzustand noch detaillierter zu analysieren.“

Erfahren Sie mehr über den SMIGHT Grid2 Voltage Sensor

Effiziente Identifikation von Netzengpässen nach §14a EnWG

SMIGTH IQ Copilot
Das neue Impulspapier des VDE FNN zum §14a EnWG bietet Netzbetreibern einen Leitfaden, um Netzengpässe effizient und rechtssicher zu ermitteln. Die Umsetzung erfolgt über zwei standardisierte Methoden: 

 

1. Indirekte Ermittlung eines Engpasses durch Berechnung

Diese Methode zielt vor allem auf Netzbereiche ohne direkte Messdaten ab. Mithilfe eines Netzmodells, Berechnungen und Messwerten aus Ortsnetzstationen sowie zusätzlichen Daten aus intelligenten Messsystemen (TAF 10) lassen sich Netzengpässe auch in nicht gemessenen Bereichen erkennen. 

  • In Strahlennetzen werden Daten von mindestens 15–70 % der intelligenten Messsysteme benötigt, um die Anforderungen an Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu erfüllen. 
  • Die genaue Mindestanzahl an benötigten Messstellen hängt davon ab, ob Messwerte aus Abgängen oder Transformatoren in der Ortsnetzstation vorliegen. 

 

2. Ermittlung eines Engpasses durch direkte Messung

Wo minutenscharfe Messdaten bereits vorhanden sind (z. B. Abgangs- oder Trafomessungen), lassen sich Engpässe direkt identifizieren – ohne aufwendige Berechnungen oder zusätzliche Messungen an iMsys. 

Mit Abgangsmessungen durch SMIGHT Grid2 sind Sie bestens vorbereitet:  

  • In Ortsnetzstationen mit potenziellen Engpässen ermöglichen die minütlichen Abgangsmessungen die direkte Live-Erkennung der allermeisten kritischen Überlastungen – ganz ohne Rechenmodell. 
  • Soll in einem späteren Schritt, die Erkennung auf jeden einzelnen Knoten im Strang oder Netzgebiet ausgeweitet werden, reduzieren die vorhandenen Abgangsmesswerte die Anzahl benötigten intelligenten Messsystemen deutlich. 

Erfahren Sie mehr darüber, wie der SMIGHT IQ Copilot auf Basis von Abgangsmessungen Engpässe zuverlässig erkennt und netzorientiert Dimmvorgänge umsetzt.

Mehr SMIGHT, mehr Produkte: mehr auf der E-world

e world 2025

Die SMIGHT GmbH ist auf Wachstumskurs und demonstriert dies auf der E-world energy & water (11.-13.2.2025, Essen) mit Hardware-Innovationen und neuen Datenprodukten. Der führende Anbieter einer umfassenden Lösung für Messtechnik und Netzmonitoring ermöglicht nun auch ein auf Daten basiertes Lastmanagement gemäß §14a EnWG. Aber auch hardwareseitig gibt es Neuigkeiten. Neben einem Erweiterungsmodul für Trafomessungen wird das Karlsruher Unternehmen auch noch eine weitere Produktneuheit auf der E-world vorstellen.

Die SMIGHT GmbH kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: mit einem stabilen Wachstumskurs und zahlreichen Neukunden, die SMIGHT Grid2 für mehr Transparenz, Netzsicherheit und Stabilität einsetzen. Insgesamt über 35.000 Niederspannungsabgänge werden mittlerweile minutenscharf erfasst und ermöglichen es den Verteilnetzbetreibern, ihren Netzalltag und die bevorstehenden Energiewendethemen zu meistern: im Netzbetrieb, in der Netzplanung oder im Asset Management.

„Wir stehen nicht still: Im engen Austausch mit unseren Kunden entwickelt sich unsere Lösung ständig weiter. Die steigende Nachfrage im Markt nach Netztransparenz und Lastmanagement zeigt uns: Die Energiewende findet jetzt im Verteilnetz statt und Netzbetreiber setzen auf Digitalisierung, um die notwendigen Investitionen effizient zu planen,“ sagt Oliver Deuschle, Geschäftsführer der SMIGHT GmbH. „Aus diesem Grund entwickeln wir uns und unser Portfolio immer weiter entlang dieser Bedürfnisse.“

Datenbasiertes Lastmanagement mit dem SMIGHT IQ Copilot

Der SMIGHT IQ Copilot bietet Verteilnetzbetreibern eine sichere Lösung zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen gemäß §14a EnWG. Der Lastmanager wurde unter realitätsnahen Bedingungen erfolgreich getestet und bildet die gesamte Prozesskette ab: von der erfassten und gemeldeten Überlast bis zur Auslösung eines Dimmbefehls per BDEW-WebAPI an die relevanten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (SteuVE). Auch die Dokumentation gemäß den Vorgaben von BNetzA und VDE FNN ermöglicht der SMIGHT IQ Copilot.

SMIGHT Grid2 Connect UMG: Erweiterungsmodul für Trafomessungen

Eine weitere Neuheit für das Jahr 2025 ist der SMIGHT Grid2 Connect UMG. Damit lassen sich Messgeräte von Drittherstellern in das SMIGHT-Ökosystem integrieren. Der Adapter koppelt Geräte der Janitza UMG 96-PQ-L Serie mit einem SMIGHT Grid2 Gateway ohne Verdrahtungsaufwand innerhalb von wenigen Minuten. Informationen über die dreiphasige Spannung und Auslastung des Transformators können so gespeichert und dargestellt werden.

Besuchen Sie uns auf der E-world 2024

SMIGHT lädt alle Interessierten ein, diese und weitere neue Produkte auf der E-world 2025 in Essen kennenzulernen.

Besuchen Sie uns vom 11. bis 13. Februar 2025 an unserem (neuen) Stand 5E112. Weitere Informationen erhalten Sie hier. 

Flexibilitäten auf Niederspannungsebene erkennen und einsetzen

Bild Hände halten Glühbirne hoch

Die SMIGHT GmbH ist dem NODESconnect™-Partnerschaftsprogramm des norwegischen Technologieunternehmens NODES beigetreten. Das internationale Programm zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmenden zu fördern, um einen effizienteren, automatisierten und transparenten Flexibilitätsmarkt aufzubauen. Als einer der führenden deutschen Lösungsanbieter für die Messung und Visualisierung von Niederspannungsabgängen bringt SMIGHT seine Expertise mit ein, um herauszufinden, wo, wann und in welchem Umfang Netzbetreiber diese Flexibilität benötigen.

Der Begriff Flexibilität beschreibt die Fähigkeit von Anlagen, ihr Verhalten anzupassen, um Lasten im Stromnetz zu verschieben. Der Bedarf ergibt sich aus dem zunehmenden Lastanstieg, besonders dem Zuwachs an volatiler Netzlast, der die Kapazitäten zum Netzausbau übersteigt. Flexibilität wird genutzt, um Nachfrage- oder Angebotsspitzen zu reduzieren, um die teuren Folgen dieser hohen Belastungen wie Netzschäden, starke Preisschwankungen und den langfristigen Bedarf an überdimensionierter Infrastruktur zu vermeiden. Flexibilität wird auch häufig eingesetzt, um die Netzstabilität aufrechtzuerhalten, bevor Verstärkungsmaßnahmen durchgeführt werden können.

Zwei starke Partner
NODES ist ein norwegisches Technologieunternehmen, das den Weg für eine nachhaltigere Zukunft ebnet. Die preisgekrönte Marktdesign- und Technologieplattform von NODES trägt dazu bei, die Energiewende zu beschleunigen, indem sie den Wert der Flexibilität innerhalb des Stromnetzes freisetzt. NODES nutzt diese Technologie und dieses Marktdesign, um als unabhängiger Marktbetreiber Flexibilitätsmärkte zu betreiben.

Das Karlsruher Unternehmen SMIGHT ist ein Anbieter einer marktführenden Lösung zur Überwachung und Steuerung von Niederspannungsabgängen. SMIGHT Grid2 ermöglicht es Verteilnetzbetreibern zu identifizieren und vorherzusagen, wo, wann und in welchem Umfang Flexibilität in ihren Niederspannungsnetzen benötigt wird. NODES ermöglicht dann die Vermarktung dieses Flexibilitätsbedarfs an Flexibilitätsdienstleister (FSPs). Ohne Live-Überwachung des Niederspannungsnetzes müssen Netzbetreiber den Flexibilitätsbedarf in größerem Maßstab abschätzen. Dies hat zwei potenziell negative Folgen:

  1. Die Verteilernetzbetreiber müssen mehr Flexibilität beschaffen, als sie tatsächlich benötigen. Das bedeutet, dass entweder die Kosten höher sind oder dass die Flexibilitätsanbieter weniger bezahlt werden, als sie es sonst tun würden, was wiederum bedeutet, dass sie zögerlicher sind, am Markt teilzunehmen.
  2. Im Netz kann es ungewollt zu Netzengpässen kommen. Dies geschieht, wenn die Nachfrage ohne Rücksicht auf die Netzkapazität beschafft wird.

„Wir freuen uns sehr über die Teilnahme von SMIGHT am NODESconnect™-Programm. Wir glauben, dass die Beschleunigung der Energiewende nur durch die Schaffung einer digitalen und integrierten Wertschöpfungskette möglich ist. Unternehmen wie SMIGHT können ihre Lösungen in die NODES-Flexibilitätshandelsplattform integrieren und die Verfügbarkeit verschiedener an das Niederspannungsnetz angeschlossener Anlagen anbieten, wodurch das Versorgungsunternehmen Flexibilität sichert und Engpässe beheben kann“, sagt Richard Sarti, CEO von NODES.

„Wir bei SMIGHT freuen uns sehr, der NODES-Familie von Partnerorganisationen beizutreten und damit den Netzbetreibern zu helfen, ein weitaus höheres Maß an hochgradig granularer Flexibilität zu erreichen, die in den Niederspannungsnetzen zu finden ist“, sagt Dirk ter Haar – International Business Development Manager bei der SMIGHT GmbH.

HORIZONTE Group Webinar: Netzcockpit & Copilot für die Niederspannung

horizonte group

Das Verteilnetz der Zukunft ist digital, transparent und beherrschbar. Doch die Weichen hierfür müssen Netzbetreiber heute bereits legen. Genau hier setzt SMIGHT an: Mit einer umfassenden Lösung, die speziell dafür entwickelt wurde, die komplexen Informationen aus dem Niederspannungsnetz zu erfassen, zu analysieren und bei Bedarf schnell zu handeln.

In unserem Webinar stellen Robin Rudat und Rainer Sträter von SMIGHT den ganzheitlichen Lösungsansatz vor: Hands-on, praxistauglich und simpel.

Am 28. November um 11 Uhr

Die Aufzeichnung des Webinars finden Sie hier.

 

Praxisgerecht: Messdatenbasiertes Lastmanagement nach §14a EnWG

SMIGHT Labor Copilot Messdatenbasiertes Lastmanagement

Die SMIGHT GmbH hat ihren 14a-Lastmanager unter realitätsnahen Bedingungen erfolgreich getestet und umgesetzt. Damit kann das Unternehmen mit dem SMIGHT IQ Copilot die gesamte Prozesskette abbilden: von der erfassten und gemeldeten Überlast bis zur Auslösung eines Dimmbefehls per BDEW-WebAPI an die relevanten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (SteuVE). Auch die Dokumentation gemäß den Vorgaben von BNetzA und VDE FNN ermöglicht der SMIGHT IQ Copilot.

Der SMIGHT IQ Copilot bietet Verteilnetzbetreibern eine sichere Lösung zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen gemäß §14a EnWG. Angesichts der wachsenden Zahl von Elektroautos, Wärmepumpen und Speichern müssen Netzbetreiber Engpässe zuverlässig erkennen und angeschlossene steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE) temporär dimmen können. Der Lastmanager ergänzt das von über 120 Verteilnetzbetreibern eingesetzte SMIGHT IQ Cockpit für die Niederspannung um zwei automatische Überwachungs- und Steuerungsfunktionen für kritische Netzbereiche. Um diese zu testen, hat SMIGHT im Testlabor der EnQS GmbH unter realitätsnahen Bedingungen die gesamte Prozesskette erfolgreich getestet und umgesetzt: von der Auslösung einer Überlast bis zur Ansteuerung einer Wallbox.

Lastmanagement ohne rechenbares Netzmodell
Der SMIGHT Copilot setzt kein rechenbares Netzmodell voraus. Netzengpässe werden präzise durch SMIGHT Sensorik abgangs- und minutenscharf erkannt. Bei einer kritischen Auslastung, zum Beispiel nahe des Sicherungswertes, wird im System ein Dimmbefehl ausgelöst. Besteht keine Überlast mehr, wird der Befehl wieder zurückgenommen.

Die generierten Dimmbefehle werden per BDEW-Web API an die relevanten SteuVE übermittelt. Diese lassen sich in wenigen Schritten in einer Kartenansicht den zuvor angelegten Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränken zuordnen. Der Vorgang wird anschließend gemäß den Vorgaben von BNetzA und VDE FNN dokumentiert. Die Lösung erfüllt damit heutige regulatorische und ISMS-Anforderungen und lässt sich an zukünftige schnell anpassen.

Sind für ein Netzgebiet noch keine Echtzeit-Messdaten verfügbar, können für die gefährdeten Gebiete manuell präventive Zeitfenster zum Dimmen vorgegeben werden. Somit wird die Stabilität sofort für alle Netzbereiche sichergestellt.

„In erster Linie muss Digitalisierung dafür sorgen, das Netz vorausschauend im Griff zu haben“, erklärt Oliver Deuschle, Geschäftsführer der SMIGHT GmbH. „Ist eine Steuerung dennoch unausweichlich, muss diese nahtlos erfolgen. Die Kombination aus leicht installierbarer Messtechnik, webbasierter Visualisierung und der automatisierten Steuerung macht unsere Gesamtlösung ohne zusätzlichen IT-Aufwand sofort einsatzbereit und trägt unmittelbar zur Netzstabilität bei.“

Ein Webinar über unsere Umsetzung eines messdatenbasierten Lastmanagements nach §14a EnWG findet am 7.11.2024 um 11 Uhr statt. Anmeldung über: https://smight.com/webinar-messdatenbasiertes-lastmanagement/