Stromversorgung Greding treibt Netzdigitalisierung voran

Das Logo der Stromversorgung Greding

Die Stromversorgung Greding treibt die Digitalisierung ihres Verteilnetzes voran. Gemeinsam mit dem Digitalisierungspartner SMIGHT führt das Unternehmen Echtzeit-Monitoring in Ortsnetzstationen ein und setzt damit konsequent auf Transparenz im Netz. Ziel ist eine vorausschauende, wirtschaftliche und zukunftssichere Netzführung.

Steigende Einspeisung aus Photovoltaik, wachsende Lasten durch Elektromobilität und zunehmende Dynamik im Netz verändern die Anforderungen an Verteilnetzbetreiber grundlegend. Für die Stromversorgung Greding ist klar: Die Zukunft des Netzbetriebs ist datenbasiert.

„Unser Anspruch ist es, unser Netz aktiv zu gestalten und nicht nur zu verwalten. Dafür brauchen wir Transparenz über den tatsächlichen Zustand unserer Infrastruktur“, sagt Geschäftsführer Thomas Mendl. „Echtzeitdaten helfen uns, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen für Netzbetrieb und Netzausbau zu treffen.“

Vom Rechenmodell zur Realität
Bislang basierten Netzbewertungen vielfach auf theoretischen Annahmen und Berechnungen. Mit der Einführung von SMIGHT Grid2 verfügt das Unternehmen nun über Echtzeitdaten und schaffen damit Transparenz über tatsächliche Lastflüsse und Auslastungen im Netz. Erste Auswertungen zeigen: Manche vermeintlich kritischen Stationen sind deutlich geringer ausgelastet als angenommen, während andere Effekte erst durch kontinuierliche Messung sichtbar werden. Diese neue Datengrundlage ermöglicht fundiertere Investitionsentscheidungen und hilft, unnötigen Netzausbau zu vermeiden.

Digitalisierung als Grundlage für kommende Anforderungen
Die strategische Neuausrichtung zahlt zugleich auf zukünftige regulatorische Anforderungen ein. Eine belastbare Kenntnis der Netzzustände ist Voraussetzung für ein wirksames netzorientiertes Steuern nach §14a EnWG sowie für den Umgang mit Einspeisevorgaben gemäß §9 EEG.

„Netzsteuerung und Netzausbau müssen auf belastbaren Daten basieren. Nur wenn wir den tatsächlichen Netzzustand kennen, können wir entscheiden, ob und wo Eingriffe notwendig sind“, so Mendl. „Transparenz im Netz ist deshalb eine zentrale Voraussetzung für die kommenden regulatorischen Anforderungen.“

Mit diesem Schritt positioniert sich die Stromversorgung Greding als moderner, zukunftsorientierter Netzbetreiber, der die Herausforderungen der Energiewende aktiv gestaltet – mit einer klaren Digitalstrategie und dem Anspruch, das eigene Netz nachhaltig weiterzuentwickeln.

Umschaltung bei der SV Greding

Der Blick ins Cockpit zeigt: Zwei Transformatoren in einer Station waren versehentlich miteinander verbunden.

Bereit für 450MHz: Neues SMIGHT Grid2 Gateway Plus integriert Kurzschlussanzeiger

Das Gateway Plus installiert in einer Ortnsetzstation.

Karlsruhe, 05.03.2026 ++ SMIGHT, führender Anbieter von Digitalisierungslösungen für Niederspannungsnetze, erweitert sein Portfolio mit dem SMIGHT Grid2 Gateway Plus. Die neue Hardware-Komponente ermöglicht erstmals die Anbindung von Kurzschlussanzeigern und kombiniert damit Messungen in der Mittel- und Niederspannung. Verteilnetzbetreiber erhalten so ein erweitertes Netzbild: die Grundlage für eine schnellere Fehlerlokalisation sowie zusätzliche Transparenz in der Niederspannung.

Um Kurzschlüsse und Erdschlüsse in der Mittelspannung zu lokalisieren, setzen Verteilnetzbetreiber Kurzschlussanzeiger (KSA) in Ortsnetzstationen ein. Entscheidend für eine schnelle Entstörung ist dabei, dass die Fehlerinformation schnell und digital zugänglich gemacht werden muss. So können Störungsteams gezielt zu den betroffenen Stationen fahren und Ausfallzeiten werden verkürzt.

Anbindung und Kommunikation

Mit dem SMIGHT Grid2 Gateway Plus lassen sich nun kompatible Kurzschlussanzeiger in Ortsnetzstationen direkt über eine integrierte Modbus RTU-Schnittstelle anbinden. Für Relais-Kontakt-Geräte ist ein Adapter erhältlich.

Fehlerinformationen werden asynchron in die SMIGHT Cloud übertragen. Über den optionalen SMIGHT Leitstellen Communicator erfolgt die direkte, standardkonforme Integration per IEC 60870-5-104 in das Mittelspannungsleitsystem: für eine nahtlose Einbindung in bestehende Leitstellenprozesse.

Gleichzeitig ermöglicht das SMIGHT Grid2 Gateway Plus die Integration der Niederspannungsmessungen der SMIGHT Grid2 Sensoren. Damit erhalten Verteilnetzbetreiber mit nur einer Installation in der Ortsnetzstation sowohl Fehlerinformationen aus der Mittelspannung als auch Transparenz über die Lastsituation in den Niederspannungsabgängen. Mittel- und Niederspannung werden so erstmals in einer gemeinsamen Lösung zusammengeführt.

Schwarzfallsicher kommunizieren über 450 MHz

Das SMIGHT Grid2 Gateway Plus unterstützt neben öffentlichem LTE auch das 450-MHz-Funknetz. Diese Frequenz bietet eine hervorragende Flächen- und Gebäudeversorgung und ist schwarzfallsicher: Die Kommunikation funktioniert also auch bei längeren Stromausfällen zuverlässig.

Standardmäßig ist jedes SMIGHT Grid2 Gateway Plus mit aktiver LTE-Kommunikation sowie einer vorbereiteten 450-MHz-fähigen SIM-Karte ausgestattet. Damit kann die 450-MHz-Kommunikation bei Bedarf jederzeit und gezielt pro Ortsnetzstation remote aktiviert werden. Das schafft maximale Flexibilität für zukünftige Anforderungen. Die prozessuale und kommerzielle Abwicklung übernimmt SMIGHT. Damit macht SMIGHT diese ausfallsichere Kommunikationstechnologie für jeden Verteilnetzbetreiber zugänglich.

Mittel- und Niederspannung auf einen Blick

Das Gateway Plus ermöglicht eine vollständige lokale Integration aller relevanten Messdaten einer Ortsnetzstation. Neben den Niederspannungsmessungen der SMIGHT Grid2 Sensoren werden jetzt auch Messdaten aus der Mittelspannung, Temperaturmessungen und Türkontakte aufgenommen und übertragen.

Über die Modbus RTU Schnittstelle werden Ströme und Spannungen aus Kurzschlussanzeigern und Trafomessgeräten wie Kries IKI 50, Janitza UMG 96RM/RM-E in das Gateway Plus übernommen. Die Auswahl kompatibler Geräte wird laufend erweitert und deckt künftig auch Geräte der Hersteller Horstmann, PQ Plus und Jean Müller ab.

Außerdem bietet das Gateway Plus auch einen integrierten Digitaleingang für Türkontakte sowie für PT100-Temperatursensoren.

„Mit dem Gateway Plus erweitern wir unsere Lösung konsequent um die Mittelspannungsebene“, erklärt Oliver Deuschle, Geschäftsführer der SMIGHT GmbH. „Verteilnetzbetreiber erhalten damit ein umfassendes Netzbild, das die Entstörung deutlich beschleunigt.“

Eine Aufzeichnung zum Webinar „Anbindung von Informationen aus der Mittelspannungsebene“ finden Sie in unserer Mediathek: https://smight.com/mediathek/

 

Das Gateway Plus installiert

Kurzschlüsse und Erdschlüsse in der Mittelspannung lokalisieren mit dem SMIGHT Grid2 Gateway Plus

Haider GmbH wird erster Vertriebspartner von SMIGHT in Österreich

Belegschaft SMIGHT und Haider im Office der SMIHT GmbH

SMIGHT erschließt gemeinsam mit der Haider GmbH den österreichischen Markt für Live-Monitoring in der Niederspannung. Als erster offizieller Vertriebspartner von SMIGHT übernimmt Haider künftig den Vertrieb von SMIGHT Grid2 sowie die regionale Betreuung von Verteilnetzbetreibern in Österreich.

Starke Partnerschaft für smarte Verteilnetze

Die Haider GmbH ist ein eigentümergeführtes Handelsunternehmen mit Sitz in Graz und ein etablierter Partner der Energiebranche in Österreich. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in der Ausstattung und Modernisierung von Netzinfrastruktur und beliefert Verteilnetzbetreiber seit vielen Jahren mit Investitions- und Verbrauchsgütern – unter anderem Kabeln, Sicherheitsschnittstellen, Verbindungstechnik, Beleuchtung, Werkzeugen sowie Steuerungs- und Regelungstechnik.

Mit der Aufnahme von SMIGHT in das Portfolio erweitert Haider sein Angebot um digitale Lösungen für Monitoring, Analyse und Steuerung im Niederspannungsnetz.

„Perfect Fit“ für den österreichischen Markt

Mit SMIGHT Grid2 und dem SMIGHT IQ Cockpit bietet Haider seinen Kunden künftig eine digitale Komplettlösung für:

  • Live-Monitoring in der Niederspannung
  • Erkennung von Engpässen und Spannungsverletzungen
  • datenbasierte Netzplanung und Netzausbau
  • netzdienliches Steuern von Lasten und Einspeisern
  • SMIGHT gewinnt mit Haider einen Partner, der den österreichischen Markt, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse der Verteilnetzbetreiber sehr gut kennt – und der sein Produktprogramm gezielt um smarte Netzlösungen erweitern möchte.

    Gemeinsam Richtung digitaler Netzbetrieb

    Mit SMIGHT Grid2 und dem SMIGHT IQ Cockpit erhalten Verteilnetzbetreiber eine praxisnahe Plattform, um Messdaten aus der Niederspannung flächendeckend zu erfassen, Engpässe und Spannungsverletzungen frühzeitig zu erkennen, Investitionen und Netzausbau datenbasiert zu planen und netzdienliches Steuern gemäß § 14a EnWG und künftig § 9 EEG umzusetzen.

    Gemeinsam mit der Haider GmbH bringen wir diese Lösungen nun noch näher an die österreichischen Netzbetreiber.

    SMIGHT auf der E-world 2026 mit dynamischem Niederspannungs-Netzmanagement

    Elektriker im digitalen Zwillingssystem

    Die SMIGHT GmbH präsentiert auf der E-world energy & water 2026 seine Weiterentwicklung hin zu einer hochinnovativen Plattform für dynamisches Niederspannungs-Netzmanagement. Vom 10. bis 12. Februar 2026 zeigt das Unternehmen in Halle 5, Stand 5E112, wie Netze künftig näher an der Echtzeit und adaptiv betrieben werden können. Mit diesem Anspruch gestaltet SMIGHT den operativen Netzbetrieb in der Niederspannung auch unter zunehmend dynamischen Bedingungen stabil, effizient und beherrschbar.

    Das Energiesystem verändert sich schneller und tiefgreifender als je zuvor: Erzeugung und Verbrauch entkoppeln sich, regenerative Energien wachsen dynamisch, neue Geschäftsmodelle, Flexibilitäten und Wettbewerber entstehen, die Netzinfrastruktur wird massiv ausgebaut und die Digitalisierung sowie regulatorische Anforderungen nehmen weiter zu. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an einen sicheren Netzbetrieb bei zunehmend volatilen Last- und Einspeisesituationen sowie neuen Steuerungsanforderungen.

    „Statische Modelle können diese Realität nicht mehr abbilden. Für den sicheren Netzbetrieb brauchen wir deutlich mehr Transparenz, mehr Echtzeitnähe und Systeme, die sich adaptiv an eine dynamische Netzrealität anpassen“, sagt Oliver Deuschle, Geschäftsführer von SMIGHT.

    Die nächste Entwicklungsstufe von SMIGHT Grid2

    Um die steigende Dynamik, Skalierung und regulatorische Vielfalt des Energiesystems aktiv zu unterstützen und beherrschbar zu machen, entwickelt SMIGHT ihre Lösung weiter zu einer hochinnovativen Plattform für dynamisches Netzmanagement in der Niederspannung: von der Komponente im Feld bis zur intelligenten Software in der Cloud.

    Konkret umfasst diese Weiterentwicklung:

    • Erweitertes Hardware-Portfolio: SMIGHT integriert Kurzschlussanzeiger (KSA) und bindet die Mittelspannungsebene an. Damit erweitert das Unternehmen die Sicht auf das Verteilnetz und schafft ein umfassendes Netzbild, das die Zusammenhänge zwischen Niederspannung und Mittelspannung berücksichtigt.
    • Erweiterte Lösung für Grid Monitoring: Die Lösung ermöglicht neben der Lastüberwachung nun auch eine umfassende Spannungsüberwachung, einschließlich der Verarbeitung von Spannungsüberwachung. Dabei können auch Messwerte aus iMsys verarbeitet werden. Mit dem Wächter-Modus erfolgt die Last- und Spannungsüberwachung in Echtzeit und liefert eine minutenscharfe Engpasserkennung, die kritische Netzsituationen frühzeitig sichtbar macht
    • Einsatzbereites netzorientiertes Steuern: Über die Plattform kann die Steuerung gemäß §14a EnWG erfolgen. Für die Ansteuerung von EEG-Anlagen nach §9 EEG ist bereits alles vorbereitet. Zusätzlich ermöglicht der SMIGHT IQ Copilot die Durchführung von Steuerbarkeitschecks und schafft damit die Voraussetzungen für ein praxisnahes, regelkonformes und wirksam netzorientiertes Steuern im Feld.
    • Dynamischer Zwilling: Netzmodelle können über Partner eingebunden und mit Echtzeitmessdaten zusammengeführt werden. Auf dieser Grundlage entsteht ein System, das nicht nur Netzzustände abbildet, sondern sie versteht, mit Mess- und externen Datenquellen validiert, kontinuierlich dazulernt und zunehmend näher an der Echtzeit arbeitet.

    Mehr Transparenz für den operativen Netzbetrieb

    „Was mit Monitoring und Visualisierung begonnen hat und in diesem Jahr um die Steuerungsebene ergänzt wurde, führen wir nun konsequent weiter“, fasst Oliver Deuschle zusammen. „Unser Anspruch war und ist es weiterhin, Komplexität beherrschbar zu machen: einfach integrierbar, offen vernetzt und durchgängig sicher. Vom Sensor bis zum Steuerbefehl. Der logische nächste Schritt führt hin zu einem integrierten, dynamischen Netzmanagement.“

     

    SMIGHT auf der E-world 2026 / Stand 5E112

    E-World Gruppenbild

    das Niederspannungsnetz verändert sich – schneller, komplexer und dynamischer als je zuvor. Viele Netzbetreiber stehen vor der Frage: Wie lassen sich Versorgungssicherheit, Flexibilität und Kosten miteinander vereinen, wenn klassische Modelle an ihre Grenzen stoßen? Genau daran arbeiten wir bei SMIGHT.

    Und ohne zu viel zu verraten: Wir gehen den nächsten Schritt – hin zu einer Lösung, die das Netz nicht nur abbildet, sondern wirklich versteht. Adaptiv. Datenbasiert. Und näher an der Realität als alles, was wir bisher kennen.

    Treffen Sie uns auf der E-world Energy & water in Essen (23.-25. Mai 2023, Halle 5 Stand E112)

    Auf der E-world geben wir erstmals einen Ausblick darauf, wohin die Reise geht. Wenn Sie neugierig sind, wie moderne Messtechnik, Datenintelligenz und neue Prognoseansätze zusammenwachsen können, besuchen Sie uns gerne am Stand. Wir freuen uns darauf, Ihnen zu zeigen, woran wir arbeiten – und wie es Netzbetreiber künftig unterstützen wird.

    Wenn Sie spezielle oder individuelle Themen besprechen möchten, freuen wir uns über eine Nachricht. Über folgenden Link können Sie ganz einfach einen Termin auf der E-world mit mir vereinbaren. Sie erhalten im Anschluss ein kostenloses Tagesticket für die E-world. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

    Studie: Der wirtschaftlichste Weg zur Umsetzung von § 14a EnWG

    Person with data charts and graphs hovering above their hand, sy

    Erstmals analysiert eine gemeinsame Studie von SMIGHT und der HORIZONTE-Group die wirtschaftlichste Strategie zur Umsetzung des § 14a EnWG. Auf Basis der VDE FNN-Empfehlung wurden verschiedene Strategien zur Netzzustandsermittlung verglichen: von der reinen Berechnung über intelligente Messsysteme (iMSys) bis zur direkten Messung in Ortsnetzstationen. Das Ergebnis: Die Unterschiede in den Gesamtkosten sind erheblich und der Einsatz von Stationsmesstechnik ist in fast allen Szenarien wirtschaftlich am sinnvollsten. Ein rein iMSys-basierter Ansatz hingegen kann zu einer Vervierfachung der Kosten führen.

    Verteilnetzbetreiber stehen vor der Herausforderung, die Vorgaben des § 14a EnWG umzusetzen, und das möglichst wirtschaftlich. Der rechtliche Rahmen ist zwar gesetzt, doch fehlte bislang eine objektive, gesamtheitliche Kostenbetrachtung der verschiedenen Umsetzungswege. Viele Netzbetreiber fragen sich daher, welche Strategie ökonomisch sinnvoll ist und am besten zu ihrem Netz passt.

    Bewertungsprämissen der Studie
    Für die Wirtschaftlichkeitsanalyse wurde ein Verteilnetzbetreiber über einen Zeitraum von acht Jahren modelliert: mit 1.000 Ortsnetzstationen, jeweils sieben Abgängen pro Station und insgesamt 210.000 Messstellen.

    Für die Engpassermittlung werden sowohl Stützdaten aus Betriebsmitteln als auch minütliche iMSys-Daten benötigt. Dabei gilt gemäß der VDE FNN-Empfehlung: Je mehr Messdaten direkt aus Ortsnetzstationen vorliegen, desto weniger kostenintensive TAF-10-Daten aus intelligenten Messsystemen müssen zusätzlich bereitgestellt werden.

    Das wirtschaftliche Optimum ergibt sich somit aus dem Zusammenspiel von Investitions- und Betriebskosten der Stationsmesstechnik einerseits und den laufenden Kosten für die Bereitstellung und Verarbeitung der TAF-10-Daten andererseits.

    Ergebnisse der Analyse
    Die Analyse zeigt deutliche Kostenunterschiede zwischen den untersuchten Szenarien (Abb. 1). Am Beispiel eines Strahlennetzes wird dies besonders deutlich: Werden für die Engpassermittlung Abgangsmessungen mit TAF-10 Daten von 15 Prozent der Messstellen kombiniert, belaufen sich die Gesamtkosten über 8 Jahre auf rund 13 Millionen Euro. Ein vollständig auf iMSys-basierter Ansatz hingegen erhöht die Kosten auf etwa 49 Millionen Euro (Abb. 2).

    Untersucht wurden alle drei vom FNN definierten Netztypen: Strahlennetze, vermaschte und eng vermaschte Strukturen. Das Ergebnis zeigt ein weitgehend einheitliches Bild. Lediglich in eng vermaschten Netzen entscheidet die tatsächliche Pflichtrolloutquote der iMSys über die Wirtschaftlichkeit. Sinkt die Quote unter 30 Prozent, ist die Stationsmessung auch hier klar vorzuziehen.

    Fazit

    Die Studie zeigt deutlich: Der Einsatz von Messtechnik in Ortsnetzstationen ist in den meisten Szenarien die wirtschaftlich sinnvollste Variante. Ein rein iMSys-basierter Ansatz verursacht trotz des verpflichtenden Rollouts teilweise bis zu vierfach höhere Kosten.

    „Da Messtechnik für §14a ohnehin erforderlich ist, ist es nur konsequent, der Option 2 der VDE FNN-Empfehlung zu folgen und Engpässe zunächst über Messungen zu identifizieren“, empfiehlt Oliver Deuschle, Geschäftsführer der SMIGHT GmbH.

    Zudem lässt sich mit Stationsmesstechnik die Netzzustandsermittlung schneller realisieren als mit einem stark auf iMSys-basierten Ansatz, da weniger Betriebsmittel betroffen sind und diese im direkten Zugriff des Netzbetreibers liegen.

    „Stationsmesstechnik ermöglicht nicht nur eine wirtschaftliche Umsetzung des § 14a EnWG, sondern schafft gleichzeitig belastbare Daten für Netzbetrieb, Planung und zukünftige Anwendungen“, ergänzt Tobias Linnenberg, Manager bei der HORIZONTE-Group. „Für ein kostenoptimiertes Lastmanagement nach § 14a EnWG ist Stationsmesstechnik daher unverzichtbar – ein Ergebnis, das mich in der Deutlichkeit zugegebenermaßen etwas überrascht hat.“

    Ein Webinar zur Studie finden Sie in unserer Mediathek

    SMIGHT bietet Verteilnetzbetreibern außerdem eine individuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse auf Basis eigener Netzdaten an. Weitere Informationen finden Sie hier.

    E-Werk Lüsen startet Pilotprojekt mit SMIGHT und Psaier.energies

    E Werk Lüsen

    Lüsen, Südtirol, 18.09.2025– Die E-Werk Lüsen Genossenschaft geht neue Wege, um ihr Stromnetz fit für die Energiewende zu machen. Gemeinsam mit der SMIGHT GmbH und dem Projektpartner Psaier.energies GmbH startet das Unternehmen ein Pilotprojekt zur intelligenten Netzüberwachung. Ziel ist es, die zunehmenden Herausforderungen durch den Ausbau erneuerbarer Energien im ländlich geprägten Verteilnetz frühzeitig zu erkennen und gezielt Maßnahmen zu ergreifen.

    Die E-Werk Lüsen Genossenschaft versorgt derzeit rund 531 Haushalte und 223 Gewerbekunden im Gemeindegebiet Lüsen (Autonome Provinz Bozen). Der starke Zuwachs an Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Einwohnerinnen und Einwohner führt zu steigenden Anforderungen an die Netzstabilität. Trotz bereits erfolgter Netzausbauten sieht die Genossenschaft Handlungsbedarf, um zukünftige Engpässe zu vermeiden.

    Im Rahmen des Projekts wurden fünf Ortsnetzstationen mit moderner SMIGHT-Messtechnik ausgestattet. Über mehrere Wochen werden nun die Netzdaten im SMIGHT IQ Cockpit gesammelt und ausgewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es, kritische Stellen im Netz frühzeitig zu identifizieren und Investitionen auf einer soliden Datenbasis zu planen.

    „Wir haben uns für SMIGHT entschieden, weil wir uns durch die präzisen Messdaten mehr Transparenz über unser Netz erhoffen – auch im Vergleich zu den vorhandenen Smart-Meter-Daten. Nach dem Demonstrator wollen wir auf dieser Basis gezielt weitere Maßnahmen umsetzen, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten“, erklärt Valentin Kaser, Teamleader Consultant Services bei Psaier.energies.

    Mit dem Projekt stärkt E-Werk Lüsen seine Rolle als Vorreiter für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in der Region.

    SMIGHT und advalju ermöglichen §14a-konforme Steuerung

    Beim Smart Energy Dialogue haben SMIGHT und advalju die §14a EnWG-konforme Steuerung im Niederspannungsnetz erfolgreich demonstriert.

    Die SMIGHT GmbH und die advalju GmbH & Co. KG demonstrieren gemeinsam die erfolgreiche Umsetzung der §14a EnWG-konformen Steuerung im Niederspannungsnetz. Angefangen bei der Lastmanagement-Software SMIGHT IQ Copilot über das CLS-Managementsystem von advalju wurde die komplette Wirkkette – vom Netzbetreiber bis hin zum steuerbaren Verbraucher – unter realen Bedingungen getestet. Beide Unternehmen präsentierten diesen Meilenstein live mit einem E-Auto auf dem Smart Energy Dialogue, einer Veranstaltung von Theben.

    SMIGHT bietet neben der bekannten IoT-Lösung zur Messdatenerfassung und zum Netzmonitoring auch eine Lösung für präventives und netzdienliches Steuern: Der SMIGHT IQ Copilot ermöglicht Netzbetreibern die intelligente Steuerung von Verbrauchern auf Niederspannungsebene – abgestimmt auf die Anforderungen des §14a EnWG.

    Technische Umsetzung: durchgespielt und erprobt
    Im Rahmen des Smart Energy Dialogue, einer Veranstaltung der Theben Smart Energy, konnten SMIGHT und advalju die komplette Wirkkette für die Umsetzung des §14a EnWG demonstrieren. Dabei wird der Steuerbefehl vom SMIGHT IQ Copilot über das CLS-Management an das Theben Smart Meter Gateway CONEXA mit einem aufgesteckten Mehrwertmodul als zertifizierte Steuereinheit übermittelt. Von dort erfolgt die Übergabe des Steuerbefehls per EEBUS an ein Home-Energiemanagementsystem, das die Wallbox in der Liegenschaft stufenlos dimmt. Die Kommunikation zwischen den Backendsystemen erfolgt verschlüsselt mittels BDEW-Web API. Die Dokumentation des Steuervorgangs erfolgt anschließend über den SMIGHT IQ Copilot gemäß den Vorgaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) und VDE FNN. Damit erfüllt die Lösung aktuelle regulatorische- und ISMS-Vorgaben und kann bei Bedarf zügig an zukünftige Anforderungen angepasst werden.

    Systemintegration
    Die Integration und das Zusammenspiel der Systeme erfolgte aufgrund der Verwendung von Standardschnittstellen (BDEW-API) schnell und unkompliziert. Steffen Hornung, Geschäftsführer von advalju, erklärt: „Innerhalb weniger Stunden haben die jeweiligen technischen Experten die Systeme miteinander verbunden. Anschließend fanden interne End-to-End-Tests inklusive angeschlossenem E-Auto statt. So war der Showcase, der eigentlich einen Live-Demonstrator darstellt, ohne größeren Aufwand einsatzfähig.“

    Steuerung im Niederspannungsnetz – Flexibel, sicher und interoperabel
    Bereits vor der Live-Demonstration mit advalju konnte SMIGHT seine Praxistauglichkeit auf der E-world unter Beweis stellen: Dort wurde der Steuerprozess mit einem weiteren Marktbegleiter demonstriert.

    Die SMIGHT-Lösung ist interoperabel: unabhängig von der eingesetzten modernen Messeinrichtung: „Wir haben bereits eine Vielzahl von MSB-APIs erfolgreich angesprochen und sind aktuell in intensiven Tests der gesamten Wirkkette“, erklärt Oliver Deuschle, Geschäftsführer von SMIGHT.

    Derzeit starten fünf SMIGHT-Kunden sogenannte 14a-Pilotprojekte, darunter die Stadtwerke Frankenthal GmbH und die Stadtwerke Fellbach GmbH. Ziel ist es, die technische Integration abzuschließen und die Steuerkette im Livebetrieb zu verproben. „Daher bieten wir all unseren Kunden – und jenen, die es noch werden möchten – die 14a-Projekte an, um ihnen den Einstieg in die 14a-Welt zu erleichtern und um gemeinsam wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, so Deuschle weiter.

    Bild: Beim Smart Energy Dialogue haben SMIGHT und advalju die §14a EnWG-konforme Steuerung im Niederspannungsnetz erfolgreich demonstriert.

    Stadtwerke Bruchsal setzen auf Netztransparenz mit SMIGHT

    SMIGHT Sensor Grid2 Voltage Netztransparenz Statdwerke

    Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt hat sich die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Bruchsal GmbH (SWB), dazu entschieden, dauerhaft auf die digitale Messlösung von SMIGHT zu setzen. Zehn von insgesamt knapp 300 Ortsnetzstationen wurden mit Sensorik von SMIGHT ausgestattet und über einen Zeitraum von acht Wochen überwacht.

    Mit der Entscheidung für die umfassende Monitoring-Lösung für die Niederspannung SMIGHT Grid2 hat die SWB die Grundlage geschaffen, ihr Netz aktiv zu überwachen, fundierter zu steuern und gezielter zu investieren. Die Ergebnisse lieferten nicht nur wertvolle Daten, sondern eröffneten der SWB neue Perspektiven für strategische Netzentscheidungen. So bestätigten die Messdaten Annahmen, die bislang auf Erfahrungswerten und Netzberechnungen beruhten. Gleichzeitig zeigten sich auch neue Einsichten: Denn kritische Netzsituationen konnten damit präziser bewertet und konkrete Investitionseinsparungen identifiziert werden.

    Sanierungsbedürftig oder obsolet?

    Innerhalb der achtwöchigen Testphase erwies sich ein Fall als besonders aufschlussreich: Eine vermeintlich sanierungsbedürftige Ortsnetzstation konnte durch gezielte Umschaltungen und den Bau einer neuen Leitung vollständig aufgelöst werden.

    „Das spart uns nicht nur erhebliche Investitionskosten, sondern gibt uns auch die Sicherheit, nur dort zu investieren, wo es wirklich notwendig ist“, sagt Lukas Bölz, Abteilungsleiter Netzbetrieb bei der SWB.

    „Wir freuen uns auf die gemeinsame Reise mit den Stadtwerken Bruchsal. Das Projekt zeigt einmal mehr, wie entscheidend Netztransparenz für ein zukunftsfähiges Stromnetz ist“, so Oliver Deuschle, Geschäftsführer von SMIGHT.

    Spannung halten: SMIGHT ergänzt Portfolio um den SMIGHT Grid2 Voltage Sensor

    voltage sensor
    Dreiphasige Spannungsmessung bis zum Kabelverteiler

    Karlsruhe, 6. Februar 2025 – Mit einer weiteren Neuentwicklung – dem SMIGHT Grid2 Voltage Sensor – ermöglicht die SMIGHT GmbH künftig eine dreiphasige Spannungsmessung insbesondere in Kabelverteilerschränken (KVS). Der starke Zuwachs von PV-Anlagen im Niederspannungsnetz macht es immer notwendiger, die Spannung außerhalb der Ortsnetzstation zu beobachten. Nahtlos integriert in die SMIGHT-Gesamtlösung sind Verteilnetzbetreiber durch die Produkterweiterung in der Lage, den Netzzustand in der Niederspannung anhand von Live-Messdaten noch umfassender zu erfassen und zu bewerten.

    Photovoltaikanlagen speisen heute bereits mit einer Leistung von über 60 GW in das deutsche Netz ein. In wenigen Jahren soll sich diese Menge fast verdoppeln. Dies führt zu einer hohen Rückspeiseleistung mit hoher Gleichzeitigkeit – die rasant ansteigt. Je weiter dabei der Einspeisepunkt, also die PV-Anlage, vom Transformator entfernt ist, desto mehr erhöht sich die Spannung im Kabel. Um diese Entwicklung im Netz zu erkennen und bei einer drohenden Verletzung des Spannungsbands frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wird vor allem in Kabelverteilerschränken die dreiphasige Spannungsmessung immer wichtiger.

    Dreiphasige Spannung, Wirk- und Scheinleistung

    Die Produkterweiterung SMIGHT Grid2 Voltage Sensor setzt genau hier an: das Gerät ermöglicht nicht nur die Überwachung des Spannungsverlaufs aller drei Phasen, sondern auch die Berechnung der Wirk- und Scheinleistung der betrachteten Abgänge und Transformatoren. Die Informationen über die Spannung werden im SMIGHT IQ Cockpit ergänzend zu den abgangsscharfen, 4-phasig und minütlich erfassten Stromwerten mit Flussrichtung bereitgestellt. Netzbetreiber erhalten damit ein klares Bild über ihr Niederspannungsnetz.

    Der Voltage Sensor: ein nachrüstbares Multitool

    Die Verbindung an alle drei Außenleiter stellt das Gerät mit Hilfe des CONLOX®-Anschlusssystems von Laniol her. Das dauert nur wenige Minuten. Der Voltage Sensor integriert sich perfekt in die Plug-and-Play-Messlösung SMIGHT Grid2: Er kann einfach in bestehende Installationen nachgerüstet werden und dient außerdem zur Spannungsversorgung der SMIGHT Grid2 Sensor Flex.

    „Mit dem SMIGHT Grid2 Voltage Sensor heben wir die intelligente Netzüberwachung auf die nächste Stufe“, sagt Oliver Deuschle, Geschäftsführer der SMIGHT GmbH. „Der Voltage Sensor ist technologisch ein einzigartiges Multitool, das Netzbetreibern die Möglichkeit gibt, flexibel in der Anwendung zu sein und den Netzzustand noch detaillierter zu analysieren.“

    Erfahren Sie mehr über den SMIGHT Grid2 Voltage Sensor