Dynamisches Netzmanagement
für das Verteilnetz der Zukunft
Was lange als passives Verteilnetz betrieben wurde, entwickelt sich zu einem aktiven System – und dieser Wandel ist keine ferne Zukunft, er passiert gerade. PV-Anlagen, Wärmepumpen und E-Mobilität verändern das Netz schneller als geplant. SMIGHT begleitet Verteilnetzbetreiber auf diesem Weg: von der ersten Messung bis zum intelligenten, dynamischen Leitsystem – mit den richtigen Daten, den richtigen Werkzeugen und dem nötigen Weitblick.
Die Herausforderung
Die Energiewende verändert das Stromnetz grundlegend – dezentraler, volatiler, komplexer. Verteilnetzbetreiber stehen vor wachsenden Anforderungen:

Steigende Komplexität
PV-Anlagen, Wärmepumpen, E-Mobilität und Batteriespeicher verändern Lastverläufe – dynamisch, lokal und schwer vorhersehbar.

Wachsende Regulatorik
§14a EnWG, §9 EEG, §12 EnWG – neue Pflichten erfordern Transparenz, Steuerbarkeit und Nachweisfähigkeit im Netzbetrieb.

Fehlende Datenbasis
Ohne verlässliche Netzdaten fehlt die Grundlage für gezieltes Handeln. Netzberechnungen arbeiten mit Worst-Case-Annahmen statt Realwerten.
Das Ziel: Netzengpässe frühzeitig erkennen, gezielt steuern und den Netzbetrieb zukunftssicher gestalten.
Was ist dynamisches Netzmanagement?

Dynamisches Netzmanagement beschreibt die aktive Steuerung des Niederspannungsnetzes auf Basis realer Messdaten.
Im Kern geht es um drei Schritte:
- Netztransparenz herstellen (Messdaten erfassen)
- Netzzustände bewerten (Engpässe erkennen)
- Entwicklungen vorhersagen (Last- und Einspeiseprognosen für bis zu 24 Stunden)
- Maßnahmen umsetzen (z. B. Steuerung nach §14a EnWG)
Wer nicht nur weiß was gerade im Netz passiert, sondern auch was morgen passiert, kann vorausschauend handeln statt nur zu reagieren.
Der SMIGHT-Weg: Ein skalierbares System – von Transparenz zum dynamischen Leitsystem

Grundlage
Messen – Transparenz im Netz schaffen
SMIGHT-Messtechnik erfasst kontinuierlich Ströme, Spannungen und Auslastungen in Ortsnetzstationen und Kabelverteilern. Das Ergebnis: ein reales Abbild der Netzsituation – nicht modelliert, sondern messpunktgenau erfasst.

Verstehen
Verstehen – aus Daten wird Wissen
Im SMIGHT IQ Cockpit werden alle Messdaten zusammengeführt und kontextualisiert. Netzbetreiber erhalten ein klares Verständnis über kritische Zustände, Engpässe und freie Kapazitäten – visuell aufbereitet und operativ nutzbar.

Handeln
Steuern – aus Beobachtung wird Handlungsfähigkeit
Auf Basis dieser Transparenz wird aktives Eingreifen möglich. Verbrauchseinrichtungen und Einspeiser können gezielt gesteuert werden – nicht auf Basis von Hochrechnungen, sondern auf Basis echter Messdaten.

Nächster Schritt
Dynamischer Zwilling – das Netz vorausdenken
SMIGHT geht einen Schritt weiter: Mit dem Aufbau eines dynamischen Zwillings fließen Messdaten, Netztopologie und Kontextinformationen zusammen. Dieses dynamische Abbild ermöglicht Prognosen und schafft die Grundlage für automatisierte Entscheidungen.
Was das System leistet
Echtzeit-Engpasserkennung
Kritische Abgänge und Betriebsmittel werden auf Basis von Live-Messdaten erkannt – bevor sie zum Problem werden. Die Bewertung erfolgt gegenüber definierten Grenzwerten.
Digitaler Zwilling der Ortsnetzstation
Netztopologie, elektrische Verschaltung und Schaltzustände werden als digitales Abbild dargestellt. Schalthandlungen werden revisionssicher protokolliert.
24-Stunden-Prognose für Last und Einspeisung
Das System erstellt Prognosen für Last- und Einspeiseverläufe mit einem Horizont von bis zu 24 Stunden – auf Basis historischer Daten und Machine-Learning-Modellen. So sehen Netzbetreiber nicht nur den aktuellen Zustand, sondern was morgen passiert.
Netzzustand auch ohne Messung berechnen
Über State Estimation und das ML-Modell FLUF (Feeder Load and Uncertainty Forecast) berechnet das NeMS den Netzzustand auch für Bereiche ohne direkte Messtechnik – ein entscheidender Vorteil für Netze mit lückenhafter Sensorik.
Signalverarbeitung aus übergeordneten Spannungsebenen
Das NeMS verarbeitet Anforderungen und Signale aus Mittel-, Hoch- und Höchstspannung. Niederspannung kann aktiv zur Lösung von Engpässen in übergeordneten Netzebenen beitragen – netzübergreifend koordiniert.
Steuerbarkeitscheck nach §12 EnWG
Einspeiseanlagen können automatisiert auf ihre Steuerbarkeit geprüft werden. Testsets werden unter Einhaltung der VDE-FNN-Vorgaben erstellt und terminiert – eigenständig durch den Netzbetreiber durchführbar.
Alle relevanten Pflichten — in einem System
Mehr zum SMIGHT IQ Copilot
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Paragraphenjungel verstehen
Was dynamisches Netzmanagement ermöglicht
Dynamisches Netzmanagement ist kein optionales Upgrade – es ist die logische Antwort auf die Herausforderungen der Energiewende:
Engpässe früher erkennen
Echtzeit-Messdaten statt Worst-Case-Annahmen – kritische Abgänge werden erkannt bevor sie zum Problem werden.
Gezielter investieren
Netzausbau dort wo er wirklich nötig ist – fundiert auf realen Lastprofilen und Gleichzeitigkeiten statt Schätzwerten.
Regulatorik erfüllen
§14a EnWG, §9 EEG und §12 EnWG: SMIGHT schafft die technische und dokumentarische Grundlage für alle relevanten Pflichten.
Versorgungssicherheit gewährleisten
Nur wer sein Netz kennt, versteht und aktiv steuern kann, wird auch in Zukunft stabile Versorgung sicherstellen können.
Fazit

Dynamisches Netzmanagement ist keine Zukunftsvision – es ist heute umsetzbar und ermöglicht es, Niederspannungsnetze aktiv und zukunftssicher zu betreiben.
SMIGHT begleitet Verteilnetzbetreiber Schritt für Schritt: von der ersten Messung in der Ortsnetzstation über die Engpasserkennung im Cockpit bis hin zur automatisierten Steuerung nach §14a EnWG und §9 EEG. Die Grundlage ist immer dieselbe: reale Messdaten, die Transparenz schaffen und fundierte Entscheidungen ermöglichen. Wer sein Netz kennt, kann es gezielt steuern – und auch in Zukunft stabile Versorgung sicherstellen.
Sie möchten wissen, wie Sie das dynamische Netzmanagement auch bei Ihnen verwirklichen können?
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