Steuern. Nachweisen. Koordinieren.
Was Verteilnetzbetreiber jetzt lösen müssen
Das Niederspannungsnetz trägt mehr Last, mehr Einspeisung und mehr Verantwortung als je zuvor. Verteilnetzbetreiber müssen heute nicht mehr nur beobachten, sondern aktiv steuern, koordinieren und dokumentieren. Wer heute die technische Grundlage schafft, ist auf die Anforderungen von morgen vorbereitet.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nehmen zu. Die Steuerkette muss mithalten.
Seit 2024 müssen neu angeschlossene steuerbare Verbrauchseinrichtungen im Bedarfsfall steuerbar sein. Mit jeder Wallbox, Wärmepumpe und jedem Batteriespeicher wächst die Zahl der Anlagen, die diskriminierungsfrei, über den Messstellenbetreiber und mit vollständigem Nachweis gesteuert werden müssen.
Aus einer regulatorischen Vorgabe wird damit eine dauerhafte Aufgabe für Netzbetreiber. Die Steuerkette muss zuverlässig funktionieren – von der Engpasserkennung über die Kommunikation mit dem Messstellenbetreiber bis zur revisionssicheren Dokumentation. Mit jeder neu angeschlossenen Anlage wächst der Aufwand für Steuerung, Koordination und Dokumentation.

Einspeiseanlagen steuern – ohne zweite Steuerkette
Mit dem Ausbau der Photovoltaik wächst auch die Zahl steuerbarer Einspeiseanlagen. Netzbetreiber stehen damit vor der nächsten Aufgabe: Die bereits aufgebaute Steuerkette muss künftig nicht nur steuerbare Verbrauchseinrichtungen, sondern auch Einspeiseanlagen integrieren.
Die technische Grundlage ist dabei dieselbe. Kommunikation über den Messstellenbetreiber, sichere Steuerung und eine nachvollziehbare Dokumentation werden auch auf der Erzeugungsseite erforderlich. Wer bereits die Grundlage für §14a geschaffen hat, kann diese auch für die Umsetzung von §9 EEG nutzen.

Der Steuerbarkeitscheck wird zur Massenaufgabe
Alle steuerbaren Anlagen müssen regelmäßig auf ihre Steuerbarkeit überprüft werden. Mit dem starken Zubau von Wallboxen, Wärmepumpen und steuerbaren PV-Anlagen wächst die Zahl der erforderlichen Tests jedes Jahr erheblich.
Tausende Steuerbefehle dürfen nicht unkoordiniert ausgelöst werden. Die Tests müssen netzverträglich geplant, mit laufenden Steuerungen abgestimmt und vollständig dokumentiert werden. Was heute noch mit wenigen Anlagen funktioniert, wird bei tausenden Teilnehmern schnell zur operativen Herausforderung.

Steuerimpulse aus überlagerten Netzebenen erfordern eine koordinierte Niederspannung.
Die größte Niederspannungs-Messdatenbasis von SMIGHT zeigt bereits heute: Zwei Drittel der überwachten Transformatoren speisen im Sommer täglich in die Mittelspannung zurück. Mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien nimmt diese Entwicklung weiter zu.
Steuermaßnahmen enden damit nicht mehr an der Netzgrenze. Anforderungen aus Mittel- und Hochspannung wirken zunehmend bis in die Niederspannung hinein. Netzbetreiber müssen Steuerimpulse sicher ausführen und gleichzeitig belastbare Aussagen darüber liefern können, welches Steuerpotenzial tatsächlich zur Verfügung steht.
Die regulatorischen Anforderungen unterscheiden sich. Die technische Grundlage bleibt dieselbe.
Lastmanagement nach §14a EnWG, steuerbare Einspeiseanlagen nach §9 EEG, Steuerbarkeitschecks nach §12 EnWG oder die Koordination mit überlagerten Netzebenen nach §13 EnWG benötigen dieselben technischen Bausteine: Transparenz über den Netzzustand, eine durchgängige Steuerkette und eine revisionssichere Dokumentation.
Genau hier setzt SMIGHT NeMS an.
So funktioniert SMIGHT NeMS

Grundlage
Netzzustand erfassen
SMIGHT-Messtechnik erfasst kontinuierlich Ströme, Spannungen und Auslastungen in Ortsnetzstationen und Kabelverteilern. Die Messdaten liefern ein reales Abbild der aktuellen Netzsituation, messpunktgenau und ohne Modellannahmen.

Verstehen
Engpässe erkennen
Im SMIGHT IQ Cockpit werden alle Messdaten zusammengeführt und aufbereitet. Netzbetreiber erhalten so einen minutengenauen Überblick über kritische Zustände, Engpässe und freie Kapazitäten in allen Stationen und Abgängen.

Steuern
Steuerbefehl auslösen
Auf Basis dieser Transparenz wird aktives Eingreifen möglich. Verbrauchseinrichtungen und Einspeiser lassen sich gezielt steuern, weil SMIGHT NeMS den tatsächlichen Netzzustand kennt und nicht auf Hochrechnungen oder Worst-Case-Annahmen angewiesen ist.

Nachweisen
Dokumentieren
Alle Steuerhandlungen werden revisionssicher protokolliert. Jeder Steuerbefehl wird mit Zeitpunkt, Umfang und betroffenen Anlagen gespeichert und dem jeweiligen Steuerfall zugeordnet. Nachweise gegenüber dem vorgelagerten VNB sind jederzeit abrufbar.
SMIGHT NeMS löst alle Herausforderungen des aktiven Netzbetriebs auf einer Plattform und mit einer gemeinsamen Steuerkette.
Netzüberlastung durch steuerbare
Lasten beheben
§14a EnWG – Lastmanagement
SMIGHT NeMS erkennt Netzengpässe auf Basis realer Messdaten und dimmt Wallboxen, Wärmepumpen und Batteriespeicher automatisch und diskriminierungsfrei. Die Steuerkette läuft vollständig über den Messstellenbetreiber. Jede Steuerhandlung wird mit Zeitstempel, Umfang und Netzbereichs-ID revisionssicher dokumentiert – konform zu BNetzA und VDE.
Zu viel PV-Einspeisung automatisch
abregeln
§9 EEG – Einspeisemanagement
PV-Anlagen werden über dieselbe Steuerkette wie das Lastmanagement automatisch abgeregelt – kein separates System, keine Doppelinfrastruktur. Der Adaptive Dynamic Twin erkennt auch nicht angemeldete PV-Anlagen via Satellitenbilder und ermöglicht die Spannungsbetrachtung, die ohne Netzmodell nicht möglich ist.
Steuerbarkeitscheck automatisieren und nachweisen
§12 EnWG – Steuerbarkeitsnachweis
Testplanung, Versand der Prüfbefehle, Kollisionsvermeidung mit laufenden Steuerungen und revisionssichere Dokumentation laufen vollautomatisch – auch für tausende Anlagen. Das vorausgefüllte Meldeformular für ÜNBs steht direkt zur Verfügung.
Steuerbefehle aus überlagerten Netzebenen koordinieren
§13 EnWG – HS/MS-Koordination
SMIGHT NeMS empfängt Steuerbefehle aus MS und HS, validiert sie und führt sie BSI-konform in der Niederspannung aus. Der Adaptive Dynamic Twin liefert qualitative Rückmeldung: Wie viel Steuerpotenzial steht wann zur Verfügung – auf Basis realer Messdaten, nicht installierter Nennleistung.
NeMS kann mehr als steuern. Es versteht das Netz.
Der Adaptive Dynamic Twin führt Messdaten, Netztopologie, Wetterdaten und externe Quellen zu einem lebenden Netzmodell zusammen. Damit kann SMIGHT NeMS nicht nur auf Engpässe reagieren, sondern sie bis zu 24 Stunden im Voraus erkennen – und die Niederspannung als aktiven Partner der überlagerten Netzebenen positionieren.
Lebendes Netzmodell
Messdaten, Netztopologie, Wetterdaten und Satellitenbilder fließen kontinuierlich zusammen – ohne manuelle Pflege.
24-Stunden-Prognose
Last- und Einspeiseverläufe werden auf Basis historischer Daten und Machine-Learning prognostiziert – auch für Abgänge ohne Messung.
Qualitative Rückmeldung an MS/HS
Überlagerte Netzebenen erhalten nicht nur eine Ausführungsbestätigung, sondern eine qualitative Aussage über verfügbares Steuerpotenzial – auf Basis echter Messdaten.
Alle relevanten Pflichten in einem System
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